Verfasst von: magenbypass | August 17, 2008

Nebenwirkungen

Seit Montag quält mich der “flotte Otto” und streckenweise war ich mir ziemlich sicher, dass ich jetzt wohl sterben muss.

Ein Anruf in Frankfurt und die Sache war klar: eine ganz normale Nebenwirkung nach einer Magenbypass-Operation. Durchfall ca. 4 Wochen nach OP (manchmal früher, manchmal erst später) gehört dazu und solange kein Blut im Stuhl ist, wäre alles in Ordnung.

Alles in Ordnung war es bei mir aber ganz und gar nicht. Mehrere Tage quälte ich mich, hatte Bauchkrämpfe ohne Ende und konnte die Wohnung nicht verlassen. Aus zwei Gründen: a) wollte ich mich nicht mehr als 5 Meter von meiner Toilette entfernen und b) hätte ich nicht die Kraft dazu gehabt selbst wenn ich hätte können. Ich sage euch, so ein Dauer-Durchfall ist etwas, was ich meinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde.

Am Donnerstag kam ich dann auf die Idee, Imodium Akut zu nehmen, was aber auch keine große Besserung/Linderung brachte. Freitag hatte ich dann meinen ersten “Follow-Up” (wie das in Frankfurt genannt wird), sprich, meinen ersten Kontrolltermin. Da ich nicht wusste, wie ich über zwei Stunden Autofahrt überleben sollte (so ganz ohne meine Toilette) habe ich mir noch schnell Kohle-Tabletten besorgt (natürlich erst nach Rücksprache mit dem Arzt). Diese haben dann etwas geholfen und ich konnte recht entspannt die Autofahrt genießen.

Im Krankenhaus angekommen passierte nicht viel Aufregendes, ich wurde gewogen, ein Ultraschall gemacht (Gallenblase, Milz, Nieren – alles i.O.) und ich habe noch “schnell” ein paar Fragen loswerden können. Schnell musste ich sein, denn leider hatte der gute Arzt, der die Kontrolle durchführte, nicht wirklich Zeit und somit war die ganze “Sache” in weniger als 10 Minuten vorbei. Supi. Und dafür über 200 km fahren.

Mehr als enttäuscht von dieser schnellen “Abhandlung” gingen wir noch mit meiner damaligen Bettnachbarin und deren Tochter ein Käffchen/Tee trinken und “quasselten” noch einige Zeit.

Fazit: die Kohletabletten hätte ich schon viel früher nehmen sollen und für den nächsten “Follow-up” werde ich definitiv nicht nach Frankfurt fahren. Ein Ultraschall meiner Gallenblase kann auch mein Hausarzt machen. Hierfür bekommt Frankfurt ein fettes MINUS !! Etwas mehr Zeit und Aufmerksamkeit beim ersten Kontrolltermin hätte ich mir schon gewünscht ! Bin doch keine Nummer !

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